Ich bin 20.
Immer wieder höre ich 'das ist das beste Alter, du stehst noch mitten im Leben, bist voller Leben und kannst dein Leben noch voll leben'
Welch eine Ironie.
20.
Mitten im Leben und doch das Gefühl abgeschottet zu sein von all dem Leben.
Wie soll man mit 20 leben, wenn die Welt einen überflutet mit Leben.
Mit verschiedenen Arten von Leben, wichtigen, unwichtigen und verwirrenden Lebensweisen, die das eigene Verlangen nach einer richtigen Lebensrichtung doch immer wieder von links nach rechts ziehen.
Überflutet ist man mit 20 von all dem Leben, man fühlt sich überfordert von dem Richtig und Falsch.
Wie einfach und schnell es doch passieren kann, dass Lebensentscheidungen in die Hose gehen und es einen zu einer falschen Einstellung zum Leben treibt.
Es gibt so viel zu erleben mit noch 20, aber auch so viel zu verpassen.
Warum sind wir Menschen nicht in der Lage zu sehen, dass bei soviel Leben, das eigene Leben genauso lebenswert ist wie jedes andere auch ?
Wieso halten wir uns an materielles, vergleichen uns mit dem Leben der anderen so sehr, dass wir vergessen unser eigenes Leben so zu leben wie wir es brauchen und weshalb versuchen wir andauernd die Bedürfnisse anderer zu unseren eigenen zu machen, um an dem lächerlichen Wetteifern unserer Gesellschaft teilzunehmen anstatt die Einzigartigkeit unseres eigenen Selbst zu schätzen und uns von dem erfüllen zu lassen was wir haben!
Denn um ehrlich zu sein, gibt es so viel Leben auf dieser Welt, so viel trauriges Leben, welches keine Chance bekommt so zu leben wie der ärmste Schlucker bei uns lebt.
Wo ist unsere Dankbarkeit?
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