9/09/2017

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Samstag, 08.09.2017, 23:52 Uhr.
Ich liege wach und versuche meine Gedanken verstummen zu lassen.
Oft liege ich hier und denke über das 'was wäre wenn'- nach. Was wäre, wenn ich bestimmten Leuten mein Vertrauen nie gegeben hätte? Eventuell wäre ich seltener enttäuscht worden, aber wäre auch nicht da wo ich jetzt bin, und auch nicht von den Menschen umgeben, die mein Leben zur Zeit so bereichern. Ich vermisse meine kreativen Zeiten. Vermisse es Fotos zu schießen. Ich vermisse die Leidenschaft, Adrenalin, das Lachen und Weinen. Zur Zeit ist so eine Stille in meinem Leben mit der ich nicht viel anfangen kann. Aber was kann ich tun um meine Situation zu ändern ?
Glücklicherweise bin ich nicht die Person, die alles auf sich sitzen lässt, nur um sich weiter beschweren zu können. Solche soll es ja zu genüge geben. Aber nein, so bin ich nicht. Wo immer ich kann, versuche ich zu ändern was mich stört. Dabei fällt es nicht immer leicht zu akzeptieren, dass man eben nicht alles ändern kann was man möchte.
Wenn sich P zum Beispiel nicht in mich verlieben sollte, wird mir nichts anderes übrig bleiben als damit zu leben. Ich habe es satt mich zu Gunsten anderer zu verändern und ich will auch mir selber nichts mehr vorspielen. Sich selber etwas vor zu machen hindert einen doch nur auf dem Weg sich selber erstmal zu finden. Aber zurück zu der Situation. Ich denke ich werde mich im Herbst mal wieder an ein paar Shootings versuchen, Selbstportraits, draußen mit den Freunden und auch mal drinnen. Beten tue ich nur, dass ich es auch umsetze. Ich weiß dass ich es brauche aber ich kenne mich ebenso und weiß auch, dass ich mich leider sehr schnell ablenken oder von etwas anderem begeistern lasse.
Was bei P und mir zur Zeit läuft oder nicht läuft weiß ich nicht. Jeden Tag frage ich mich aufs neue was wir sind, wie wir zu einander stehen, was ich will, was er will, wieviel Potential tatsächlich vorhanden oder nicht vorhanden ist. Und das ist ebenfalls eine dieser Situationen in denen ich mich in Geduld üben muss.